Sonntag, 26. August 2012

GHIA 230 S - Prototyp

Heute habe ich ein paar Bilder gemacht von meinem Rennrad mit dem Edelstahl-Doppelrohrrahmen neben einem Automobil mit einem GILCO-Stahlrahmen. Es handelt sich um einen GHIA 230 S, ein Prototyp der eigentlich von Fiat in Serie gebaut werden sollte.


Der Rahmen des Wagens wurde 1963 von Gilberto Colombo entworfen, der Karosserieentwurf stammt von Sergio Sartorelli vom Haus GHIA. Die Story des Wagens ist ausführlich beschrieben im Magazin Motor Klassik, Heft 9/2010. 


Der Besitzer des Wagens, Herr Heiko Seekamp aus Bremen, hat mir erlaubt die Bilder zu machen. Im Gegenzug hat er von mir eine Reihe von Lichtpausen der Skizzen und technischen Zeichnungen des Rahmens und der Karosserie bekommen. Auf der GILCODESIGN-Webseite sind Skizzen des Rahmens zu sehen.





Eine Serienfertigung kam leider nicht zustande. Immerhin wurden die Schwestermodelle in größeren Stückzahlen gebaut, vom GHIA 1500 1500 Stück und vom der GHIA 450 SS , einem Spider mit PLYMOUTH V8 Motor, 50 Exemplare.


Für mich als Radfahrer ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass die Rohre meines Rahmens und die Rohre des Rahmens des GHIA 230 S aus derselben Manufaktur stammen.



Auch die Satteltasche ist ein gutes Beispiel für gelungenes italienisches Design. Es ist das Modell AERONAUT aus dem Hause SCICON. Ein Ersatzschlauch und Montierhebel (liegen bei) sind damit elegant untergebracht. Der Halter wird werkzeuglos am Sattelgestell fixiert.

Der Fahrradrahmen trägt die Bezeichnung GILCO by SIMONCINI 40T. SIMONCINI ist der Rahmenbauer, der die Edelstahlrohre des Rahmens muffenlös verlötet hat, und 40T steht für das 40jährige Bestehen des Rohrziehwerks TRAFILTUBI in Mailand. 
Ober-, Unter- und Sitzrohr sind als Doppelrohre ausgeführt. Diese Technik bewirkt, dass der Rahmen seitlich sehr verwindungssteif ist und gleichzeitig ein wenig federt. Gilberto Colombo hat seinerzeit bei seinem Entwurf des Fahrradrahmens COLNAGO BITUBO diese Technik am Unterrohr eingesetzt. Im folgenden Fotoalbum ist ein Rad mit diesem Rahmen in Titan abgebildet. Es wurde in den 1980er Jahren z.B. von Toni Rominger gefahren:

https://www.flickr.com/photos/ganzo_bici/3749669336/lightbox/








Donnerstag, 2. August 2012

MTB mit einem Edelstahlrahmen FLY100

Für das Wintertraining abseits der Straße habe ich mir ein MTB mit den aktuellen Komponenten SHIMANO DEORE XT zusammengestellt. Den Hardtail-Rahmen habe ich mit einer starren KINESIS-Gabel komplettiert. Die Federung übernimmt die THUDBUSTER Sattelstütze von CANE CREEK.



Der Rahmen ist ein Edelstahl-Doppelrohrrahmen bei dem Ober- und Unterrohr aus D-förmig profilierten Rohren hergestellt sind. Die Legierung der Chrom-Nickel Rohre nennt sich FLY100. Ähnlich Rohre werden auch im Flugzeugbau verwendet, daher "FLY...".


Das Tretlagergehäuse hat einen vergrößerten Durchmesser in der Mitte um großvolumige Sitz- und Unterrohre leichter verlöten zu können. Es ist für Innenlager mit BSA-Gewinde ausgelegt.



Die hintere Bremsscheibe hat einen Durchmesser von 140mm. Für größere Bremsscheiben sind Adapter erhältlich. Da ich das Rad nicht für Rennen im Gelände einsetzen will, habe ich Touring-Pedale von RESET-RACING montiert.



Die vordere Bremsscheibe hat einen Durchmesser von 160mm.


Das Kürzen der Bremsleitungen habe ich nach Anleitung an den Bremsgriffen vorgenommen. Da keine Bremsflüssigkeit ausgetreten ist, war kein Entlüften der Bremsanlage nötig.


Schaltwerk und Umwerfer sind neu konstruiert worden. Montage und Einstellung waren wie gewohnt ohne Probleme möglich.



Inzwischen habe ich die Felgen gegen MTB-Holzfelgen von Ghisallo Wooden Rims getauscht. Wegen der Scheibenbremsen bleiben sie auch ohne spezielle Bremsbeläge schön.


Der Farbton ist das dunkelste schwarz, bei dem die Holzmaserung noch erkennbar ist.



Inzwischen habe ich einen Erfahrungsbericht über die MTB-Holzfelgen von Ghisallo verfasst.

Das Rad ist perfekt für ein Training im Warwer Sand. Auch bei großer Hitze kann in dem Naherholungsgebiet gut gefahren werden.



Warwer Sand von Blueracer670 - mehr Mountainbike-Videos

Montag, 11. Juni 2012

ÜberseeTörn 2012 in Bremen

In diesem Jahr beteiligt sich GeoInformation Bremen erstmals am ÜberseeTörn. Für Fahrradfahrer bieten wir die Körpervermessung an, mit der wir die Maße für einen passenden Fahrradrahmen berechnen. Die Maße werden in einem Messprotokoll zusammengestellt.
Im Shop stellen wir historische Holzfelgen aus.
Auf den Bildern sind die Plakate unserer Aktionen beschrieben.




Sonntag, 18. März 2012

Auf Holzfelgen unterwegs

Die Radsportsaison 2012 habe ich bei einer Ausfahrt mit den Tri Wölfen Stuhr eröffnet. Es wurde ein gut 30er Schnitt angekündigt, daher habe ich mein Fixie genommen. Die SAN REMO Holzfelgen hatte ich vorher nach ca. 300km ein wenig nachzentriert bzw. die Speichen nachgespannt.


Wer sich Holzfelgen ansehen möchte, kann das auch im Shop von GeoInformation Bremen tun. Vor ein paar Monaten habe ich für den Holzfelgenbauer Alessandro Brusati eine Formel zur Speichenlängenberechnung für seine Holzfelgen programmiert. Dafür hat er mir 2 Paare historischer Holzfelgen geschenkt. Das ältere Paar stammt aus der Produktion seines Großvaters Dario Brusati und wurde zwischen 1948 und 1962 hergestellt. Das zweite Paar stammt aus dem Jahr 1983.
Im Shop dienen die Holzfelgen als Dekoration zum Fahrrad-Stadtplan Bremen.


Donnerstag, 12. Januar 2012

SIXDAYS BREMEN - Aufbau der Radrennbahn

Sehr interessant war der Besuch der ÖVB-Arena in Bremen zum Aufbau der Radrennbahn. Erstmals wurden als Belag der Bahn auch in den Kurven vorgefertigte Platten verwendet.













Dienstag, 20. Dezember 2011

PRO RACING CRONO

Ein befreundeter Triathlet baut sich ein neues Rad auf. Der Edelstahlrahmen ist als Rohling eingetroffen und bekommt nun seine Oberflächenbehandlung.


Ein gutes Beispiel für ein Zeitfahrrad mit einem Stahlrahmen ist das 1999 für Slawomir Kohut entstandene Rad. Es wurde gebaut für das Einzelzeitfahren in Treviso 1999, bei dem Slawomir Kohut in der Klasse U23 startete.


2004 wurde er polnischer Meister im Zeitfahren.

 

Die Oberflächenbehandlung des Rahmens ist erfolgt und eine passende Gabel für das 25,5cm lange Steuerrohr haben wir auch gefunden. Die Laufräder von Radplan Delta haben sich bewährt und werden aus dem Vorgängerrad übernommen.


Das Ende der Sattelstütze markiert die Satteloberkante bei einer Sitzhöhe von 91cm. Der Gabelschaft biete noch Platz für einen 1cm Spacer, hoffentlich reicht das zur Einstellung der optimalen Lenkerhöhe. Die Sattelstütze wird gegen ein Modell ohne Versatz getauscht.


Die weiteren Arbeiten haben wir indoor mit dem fertig montierten Rad auf einer Trainingsrolle durchgeführt.

Das Bild im Hintergrund wurde von dem holländischen Maler Bas D. Vlasblom gemalt. Er ist spezialisiert auf Radsportmotive.

Bis bald beim Radsporttraining in der Wildeshauser Geest und bei Triathlon-Wettkämpfen in der Gegend um Bremen.

Inzwischen hat das fertige Zeitfahrrad einige hundert Kilometer auf der Straße absolviert. Die Sitzposition hat sich bewährt und die Proportionen passen meiner Meinung nach sehr gut.

Die Rahmengeometrie ist mit der verlinkten Formel berechnet. Wir haben lediglich den Sitzrohrwinkel mit 78° geordert und eine ungekröpfte Sattelstütze verbaut. Vorbauten haben wir allerding in verschiedenen Längen getestet, um schließlich bei einem 110mm zu bleiben.



Samstag, 17. Dezember 2011

Radsport Ecards

Wer eine Grußkarte versenden möchte hat hier die Möglichkeit dazu. Es kann unter 2 Versionen gewählt werden. Die erste Grußkarte enthält Bilder vom Edelstahl-Rahmenbau, auf der zweiten sind Rennräder mit Holzfelgen im Einsatz zu sehen. Musikuntermalung ist auch dabei.
Durch Klicken auf die Links gelangt man zu den Grußkarten.